Auf seiner Weltreise mit dem britischen Forschungsschiff "Beagle" in den Jahren 1831 bis 1836 sammelte Charles Darwin schon als junger Mann jene grundlegenden Erkenntnisse, die ihn zum Begründer der modernen, in den wesentlichen Zügen heute noch gültigen Abstammungslehre machen sollten. Diese Erkenntnisse fasste Darwin in seinem 1859 erschienen Buch "Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl" zusammen und belegte sie durch zahlreiche Beispiele, die auf seinen in der Zwischenzeit erfolgten Forschungen beruhten. Heute ist die Erkenntnis von der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Lebewesen für jeden Biologen zur Selbstverständlichkeit geworden. Dennoch sind die Meinungen über den Grossablauf der Evolution der Tiere nach wie vor geteilt.
Der klassischen Zweigliederung in Urmundtiere und Neumundtiere steht die durch den Berliner Zoologen Werner Ulrich vertretene Dreigliederung in Ur-Leibeshöhlentiere, Bauchmarktiere und Rückenmarktiere gegenüber.
Fossilfunde beweisen uns nicht nur das hohe geologische Alter von Einzellern und Vielzellern, sondern auch das Vorkommen von Organisationstypen, die bei heutigen Tieren gänzlich unbekannt sind und eine Zuordnung zu gegenwärtig bekannten Bauplänen nicht gestatten. Aus dem Kambrium sind Einzeller (Porentierchen und Strahlentierchen), Hohltiere (Medusen), Kranzfühler (Armfüsser), Spritzwürmer, Weichtiere und Gliederwürmer durch Fossilfunde nachgewiesen, ferner Stachelhäuter und unter den Gliedertieren Stummelfüsser, Trilobiten, Cheliecerentiere und Krebse. Dies bedeutet, dass uns sämtliche Stämme der Wirbellosen mit Ausnahme der fossil entweder nicht oder nur äusserst selten belegten Mitteltiere, Plattwürmer, Schnurwürmer und Schlauchwürmer bereits in fossiler Form aus einer Zeit bekannt sind, die in den Beginn des Erdalterums fällt.
Schon in frühen Zeiten haben Naturforscher versucht, ein System des Tierreichs - und auch des Pflanzenreichs - aufzustellen, um die Formenfülle der Lebewesen zu ordnen und sich in ihr zurechtzufinden. Diese Einordnungen aber, die von Aristoteles und Plinius über Konrad Gesner bis zum eigentlichen Begründer der Systematik, dem Engländer John Ray, reichten, waren durchweg "künstliche Systeme", die wenig über die natürliche Verwandtschaft der Tiere aussagten. Erst mit dem Beginn der neuzeitlichen Zoologie wurde ein "natürliches System" entworfen.
Krebse und Krabben gehören nicht nur zu den Wirbellosen, sie sind auch sehr schmackhaft. Salate mit Krabben sind beliebt. Fangfrische Krebse und Krabben aus der Nordsee sind beispielsweise eine kulinarische Delikatesse, die man auch in der Schweiz kaufen bzw. verkaufen kann.
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